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Dank der Treibhäuser ist Paprika fast das ganze Jahr erhältlich. Die Lieferung ist von November/Dezember bis Ende April begrenzt. Die meisten Erzeuger beginnen ihre Anbausaison im Dezember. Die Erntezeit dauert von Ende März bis in den November. Danach werden die Treibhäuser gereinigt, so dass im Dezember wieder ein neuer Zyklus starten kann.
Die Paprikapflanzen werden ungefähr 3 bis 4 Meter hoch. Die erste Blüte einer Pflanze, die im Januar erscheint, wird in den meisten Fällen entfernt, weil sie eine unregelmäßige Frucht bildet. An der Pflanze entwickeln sich mehrere Blüten gleichzeitig, so dass auch mehrere Früchte zur selben Zeit an der Pflanze wachsen. Im Laufe eines Jahres reifen so sechzig Paprika an einer einzigen Pflanze heran.
Handarbeit
Die Pflege der Pflanzen ist größtenteils noch Handarbeit. Alle fünf Tage schneiden Mitarbeiter des Erzeugerbetriebs die reifen Früchte von Hand ab. Diese werden vorsichtig in einen großen Behälter gelegt, um eine Beschädigung der Paprika zu vermeiden. Nach dem Pflücken werden die Paprika nach Farbe, Größe und Gewicht sortiert und in speziell angefertigte Schachteln verpackt.
Moderne Hilfsmittel
Für ein ungestörtes Pflanzenwachstum werden die Bedingungen in den Treibhäusern so optimal wie möglich gehalten. Häufig wird dafür ein Klimacomputer eingesetzt. Dieser sorgt für das ideale Klima rund um die Pflanze. Temperatur, Luftfeuchtigkeit und die Zufuhr von Wasser an der Wurzel werden so optimal geregelt.
Substrat als natürlicher Nährboden
Substrat ist ein neutraler Nährboden, der ein Züchten in der Erde überflüssig macht. Die Wurzeln der Pflanzen können sich darin gut entfalten. Über das Substrat kann der Erzeuger der Pflanze genau die Menge an Nährstoffen für ein optimales Wachstum zuführen. Wasser und Nährstoffe, die die Pflanze nicht braucht, werden aufgefangen und erneut verwendet. Im Substrat setzen sich zudem kaum Krankheitskeime fest. Die Pflanze wird weniger anfällig für Krankheiten. Die Substrat- oder Steinwollmatten können nach dem Anbau wiederverwendet werden. Neben Steinwolle wird auch häufig mit Kokosfaser oder körnigem Blähton gearbeitet.
Fotos: Tannetje Meijers
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